„Zusammen ist man stärker.“

„Zusammen ist man stärker.“

Schwarzes Brett

Rückblick

Barbara Pfersich war gerade im Ruhestand, als sie einen Schlaganfall erlitten hat. Das ist 13 Jahre her. Niemals aufgeben, so lautet ihre Devise. Tag für Tag.

„Ich bin eine Kämpferin. Ich gebe nicht auf. Niemals“, sagt die 76-Jährige. Seit ihrem Schlaganfall am 04. November 2012 sitzt sie im Rollstuhl, lebt seit mittlerweile drei Jahren in einem Zimmer im Haus Walckerhof. Das Lachen und ihren Humor hat Barbara Pfersich trotz ihres Schicksals nicht verloren. Auch ihre Liebe zur Musik, ihr Interesse an Kunst und Kultur sind geblieben. Die Bilder an den Wänden und vieles mehr sind eine Hommage an ihr Lieblingstier, das Zebra. Die Regale sind voller Bücher. Den Text ihres Lieblingssongs „Startschuss“ von Anna Loos hat sie ausgedruckt und aufgehängt. Darin geht es um eine Frau, die mit Mut und Zuversicht ihren eigenen Weg geht. So eine Frau ist auch Barbara Pfersich.

Kinderhaus Violetta

Nahezu 40 Jahre war sie im Violetta-Kinderhaus in Neckarweihingen tätig, hat es geleitet und geprägt. Auf einer Studienreise nach Italien hatte sie als damals noch junge Erzieherin die Reggio-Pädagogik kennengelernt, bei der die Vielfältigkeit und Individualität jedes einzelnen Kindes im Mittelpunkt steht. Der Raum ist der dritte Erzieher. Ein Ort der Provokation, in welchem die Kinder Ideen entwickeln und Fragen stellen. In täglichen Kinderkonferenzen konnten die Kinder miteinander besprechen und Projekte entwickeln. Wichtig war es immer offene Fragen zu stellen. Diese Erfahrung war für sie nicht nur Inspirationsquelle, sondern auch prägend für die weitere Arbeit mit Kindern im Kinderhaus Violetta. Durch die Kooperation mit der PH-Ludwigsburg waren Studenten und Studentinnen von der Kunstpädagogik im Kinderhaus. Auch Besuche an der PH-Ludwigsburg waren für die Kinder und die Pädagoginnen willkommene Begegnungen. Auch ehrenamtlich hat sie sich engagiert: Lang war Barbara Pfersich im Vorstand des deutschen Kinderschutzbundes Ludwigsburg, gehört zu den Gründungsmitgliedern der Tanz- Und Theaterwerkstatt Ludwigsburg, die damals in Marbach gegründet wurde.

Als sie Ende 2010 nach einem erfüllten Leben in den Ruhestand wechselte, hatte sie noch viel vor. Zeit für Sport wollte sie sich nehmen und für die Familie ihres Sohnes mit den beiden Enkelinnen. Auch eine längere Reise nach Italien war geplant.

Der Schlaganfall verändert alles

Doch das Schicksal ließ es nicht zu: Sie war erst kurze Zeit in Rente und gerade in ihre Traumwohnung in der Ludwigsburger Weststadt gezogen, als sie einen Schlaganfall erlitt. „Ich lag plötzlich auf dem kalten Boden, konnte keine Rettung holen“, erinnert sich Barbara Pfersich. 17 Stunden sollte es dauern, bis sie gefunden wurde und medizinisch behandelt werden konnte. Ihr Leben war nicht wie vorher. Vor allem ihre linke Körperseite war betroffen, die linke Hand total verdreht. „Ich habe seitdem jeden Tag gekämpft“, erzählt die frühere Erzieherin. Durch verschiedene Therapien wie Physiotherapie, Wassergymnastik, Lymphdrainage, Osteopathie, Neuroathletik und Übungen nach der Feldenkrais-Methode, aber vor allem durch eine große Portion Beharrlichkeit hat sie es geschafft wieder selbstständig  am Stock laufen zu können. Auch eine Logopädin kommt regelmäßig zu ihr, trainiert die etwas heiser gewordene Stimme und die Atmung. Geholfen hat ihr aber auch die Unterstützung durch ihre Familie und ihre Freundinnen. „Ich kann alleine aufstehen. Ich kann sieben Minuten auf einer Stelle stehen. Ich kann am Stock gehen. Und ich will noch viel mehr“, sagt Barbara Pfersich selbstbewusst.

„Man ist ja nicht im Kopf abgeschaltet“

Die Literatur und die Kunst fehlen mir total“, sagt die Pädagogin. Ihre Bücher breitet sie auf ihrem Bett im Haus  Walckerhof aus, in dem sie seit mittlerweile drei Jahren lebt. Für einen Tisch fehlt es einfach an Platz in dem Zimmer. Sie vermisst aber auch den Austausch. Deshalb sucht sie Mitstreiter für die Gründung einer ambulant betreuten Wohngruppe. „Wenn man einen Schlaganfall hatte, ist man ja nicht im Kopf abgeschaltet“, gibt Barbara Pfersich zu bedenken. Sich morgens beim Frühstück an einen Tisch zu setzen und gemeinsam zu überlegen, wie viele Schritte man gehen und wie man den Tag gestalten will, davon träumt die 76-Jährige nicht nur.

Konzept für eine Wohngemeinschaft

Sie hat ein Konzept erarbeitet, wie eine Wohngemeinschaft für Schlaganfallpatienten funktionieren kann. Sie hat viele Ideen, will der Kunst und Kreativität darin Platz geben. Allerdings sind ihre Pläne bisher gescheitert: „Ich habe an Ministerien, an den VdK und an Stiftungen geschrieben. Alle finden meine Idee gut – aber das war es dann auch“, stellt sie fest.

Hiermit möchte ich einen Aufruf starten. Mitstreiter werden gesucht um ein/e barrierefreie Haus/Wohnung zu finden, in der man das Konzept im Kleinen starten kann. Und irgendwann kann ein großes Mosaik entstehen.

„Mut tut Gut“

Zeitungsartikel aus der Stuttgarter Zeitung
Nach Schlaganfall im Rollstuhl Ludwigsburgerin ist auf der Suche nach einer WG einen Schritt weiter
Nach Schlaganfall im Rollstuhl „Ich wurde vom Leben vergessen“ – Ludwigsburgerin will WG gründen

DAK
Seit meinem 14. Lebensjahr bin ich bei der DAK versichert. Kurz nach Beginn der Rente bekam ich einen Schlaganfall. Die DAK unterstützte mich bei allen erforderlichen Maßnahmen, verschiedene Reha., u.a. in der Schmiederklinik, Reha-Mayer und Med’n well. Ich habe mich nie stoppen lassen und bleibe weiterhin dran . Mut tut gut. Es lohnt sich, bei der DAK-Gesundheit versichert zu sein. Denn sie bietet Ihnen mehr als den Standard.

Therapie
Ebenfalls erhielt ich Unterstützung zur Logopädie, Ergotheraphie und Physiotheraphie bei Tobias Kerst, Physiotherapeut mit langjähriger Berufserfahrung – Schwerpunkt: Neurologie, PNF & Bobath – Therapeut.

Mit diesen Therapiemaßnahmen – Gesamtpaket – habe ich sehr gute Erfolge erzielen können: Luzia Brauchle Feldenkraistheraphie , https://www.luzia-brauchle.de/feldenkrais.html Hier habe ich schon vor dem Schlaganfall an Workshops teilgenommen und entsprechende Onlineseminare gebucht. Uwe Steiner, Osteopath – https://osteopathie-steiner.de/

Das ist mein Rollstuhltaxi. Herr Ali fährt mich sicher zu meinen Therapien. Ich bin sehr zufrieden.
 

Ursula

Du bist eine außergewöhnliche Frau und für viele Menschen ein großes Vorbild. Mit herzlicher Umarmung Ursula

Melanie

Liebe Barbara,

du bist eine ganz besondere Frau, die nicht nur mit ihrem Verstand und Herzen arbeitet, sondern mit einer unerschütterlichen Leidenschaft für das Leben. Trotz eines schweren Schicksalsschlags hast du nie aufgegeben. Der Schlaganfall hat dich gezeichnet – aber nicht gebrochen.
Du bist eine Kämpferin.
Eine, die nicht fragt, ob es geht, sondern wie es geht. Mit Mut, Entschlossenheit und einer bewundernswerten inneren Stärke sucht du nach Lösungen.
In der Reggiopädagogik hat du nicht nur ein Konzept gefunden, sondern eine Berufung. Du brennst dafür – für das Kind als kompetentes Wesen, für eine Bildung voller Beziehungen, Kreativität und Respekt.
Dein Durchhaltewille beeindruckt, und deine Haltung gibt Hoffnung. Sie ist der Beweis dafür, dass wahre Größe nicht in der Perfektion liegt, sondern im Weitermachen.

Ganz liebe Grüße Melanie

Stefanie & Tanja

Würdigung einer Wegbereiterin der Reggiopädagogik
Barbara Pfersich gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der Reggiopädagogik in Süddeutschland.
Mit großer Leidenschaft und Überzeugungskraft setzte sie sich Jahrzehnte hinweg für eine Pädagogik ein, die Kinder als kompetente, mitgestaltende Persönlichkeiten ernst nimmt.
Auch nach einem Schlaganfall, der sie an einen Rollstuhl band, blieb sie ihrer Haltung treu.
Heute lebt sie in einem Pflegeheim-doch ihre Werte, ihre Stimme und ihr pädagogisches Wirken sind ungebrochen spürbar. Barbara zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass gelebte Überzeugung und innere Stärke auch in herausfordernden Lebensphasen nicht verloren gehen. Ihre Biografie steht für Mut, Resilienz und für die tief verankerte Haltung, dass Bildung Beziehung braucht.
Im Sinne des ganzheitlichen Gedankens, hat Barbara immer wieder Raum geboten, um die Säulen der darstellenden, gestaltenden und musikalischen Kunst in Symbiose zu bringen.
Mit dem Ziel, jeden Menschen-ob Kind oder begleitende Personen- eine Möglichkeit des kreativen SEINS zu bieten, hat sie auf einzigartige Weise im Sinne des demokratischen Miteinander Netzwerk zum Schwingen gebracht. Teil dieses Netzwerks waren wir- Stefanie und Tanja

Birgit

Ich schätze an Barbara ihr Engagement für Menschen mit Schlaganfall, für passende Wohnprojekte und für eine andere Wohnform für sich selbst.Viel Erfolg wünsche ich dir auf diesem Weg! Herzlich! Birgit

Christa

B bunt
A authentisch attraktiv ausdauernd
R revolutionär
B bärenstark begabt
A Abenteuerlustig angstfrei
R resolut
A achtsam agil ausgeflippt aktiv

Helene

Liebe Barbara, ich bin begeistert von Deiner Zebrafantasie, die Dir in all den Jahren nie verloren gegangen ist. Du bist kreativ, mutig, bunt und im besten Sinne „ungewöhnlich“. Ein Zebra eben, durch und durch. Du bist einzigartig, selten und besonders-über alle Handicaps hinweg. Du bist jemand, der ungewöhnlich denkt, sich von der Masse abhebt, individuell ist. Einfach großartig und inspirierend . Ein großes Vorbild. Schön dass es Dich gibt. Ich grüße Dich herzlich – Helene

Quelle: Lotter, Ludwigsburg

Rose

Liebe Barbara,
Eine lebendige, lebenslustige Barbara lernte ich vor mehr als 50 Jahren kennen.
10 Jahre arbeiteten wir zusammen. Unser Kontakt brach nie ab. Du hattest dich entschlossen, deine päd. Fundamente neu zu justieren und sie um- und durchzusetzen.
Das hat dich Kraft gekostet, dir aber auch Energie zurückgegeben.
Du feiertest deinen 60. Geburtstag mit glücklichem Lachen und der Freude auf leichtere Zeiten. Nach Jahrzehnten der Verantwortung und Herausforderung hast du dich sehr auf ruhigere Zeiten gefreut.
Dann der Schlaganfall. Schlag und Fall in vielerlei Hinsicht.
Und was dann?? Nix war wie vorher. Körper, Geist, Geselligkeit, Tanz, Kultur und…jäh nicht mehr so greifbar wie erhofft.
Ich bewundere, dass und wie du deine neue Lebenssituation angenommen hast, annehmen musstest, sie gestaltet hast.
Auf Hilfe angewiesen, aber mit eisernem Willen, sich das Leben zurück zuholen, mit Hilfe und Unterstützung, mit zähem Einfordern, sich nicht abspeisen zu lassen, nicht kleinbeizugeben oder zu resignieren.
Ob Physio, Bewegung, gesundes Essen, elektr. Rollstuhl, mediales Lernen, Umzug nach Ludwigsburg…Forderung an die Politik…etc
Du bist lebendig und lebenslustig und hast dich immer behauptet.
Grosser Respekt vor deiner Lebensleistung, vor und nach dieser einschneidenden Zäsur!
Viel Kraft und Zuversicht für jeden Tag,
Alles Gute wünscht Rose

Suse

Barbara Pfersich hatte ihr Leben lang viele Ideen, die sie mit voller Kraft verfolgte und vieles konnte sie auch mit unermüdlichen Einsatz verwirklichen.
Der Schlaganfall war ein Einschnitt in ihrem Leben. Sie wurde zurückgeworfen auf ein Dasein mit begrenztem Radius. Von vielen lebensbejahenden und reichen Erlebnissen ist sie abgeschnitten, vor allem geistig Anregendem.
Und trotzdem gibt sie nicht auf. Sie setzt sich mit all ihren Möglichkeiten und ihrer Energie unermüdlich für eine Wohnform ein, in der ein Zusammenleben mit Menschen mit der selben Behinderung und geistiger Beweglichkeit möglich ist, ein würdiges Leben zu führen mit anregenden Angeboten und mobilen Unternehmungen.
Ich wünsche ihr viele Verbündete, Investoren, die sie in ihrem Anliegen unterstützen, so dass für sie und für viele andere ein neues Leben beginnt.
Suse

Ilona

Barbara ist eine bemerkenswerte Frau, die sich trotz allen Widrigkeiten nicht aufgibt kämpft als Schlagpatientin für passende Wohnkonzepte. Viel Erfolg und weiterhin den Mut nicht aufzugeben. Alles Liebe Ilona

Gathin

Liebe Barbara,
wenn ich an Dich denke, dann kommt erstmal eine große Dankbarkeit für Dein unglaubliches Engagement im Kinderhaus Violetta. Es war einfach großartig, mein Sohn kann sich glücklich schätzen, dass er im Kinderhaus sein durfte.
Du hast damals schon alles gegeben und das tust Du bis heute.
Es ist einfach bewundernswert mit welcher Energie und welchem Einsatz Du Dich heute für neue Lebensräume für Schlaganfall- Betroffene einsetzt.
Das ist großartig. „Aufgeben gibt es nicht bei mir“ hast Du mir schon so oft am Telefon gesagt. Ich kenne Höhen und Tiefen bei Dir, Überschwang und Frustration… und immer bleibst Du dran,
sei es bei Deinen eigenen Fortschritten wie Du Dich ins Leben zurück kämpfst und auch beim öffentlichen Engagement.
Du bist wach, interessiert und hast Dir Deinen wundervollen freien Geist bewahrt, den mochte ich schon in den Zeiten des Kinderhauses…
Ich wünsche Dir, dass aus den schönen und netten Worten so vieler öffentlicher Personen endlich auch Taten folgen und es für Dich einen adäquaten und menschenwürdigen Lebensraum gibt wo Du wieder froh, frei und glücklich sein kannst.
Von Herzen und in Freundschaft
Gathin

Tina

Liebe Barbara,
ich möchte an dieser Stelle zunächst einmal laut aussprechen, was für eine außergewöhnliche Frau du bist!
Seit über zehn Jahren gehst du einen Weg, den sich viele nicht einmal vorstellen können. Mit unglaublichem Mut, eisener Disziplin und bewundernswerter Lebensfreude kämpfst du dich Stück für Stück in ein aktives Leben zurück. Du trainierst nicht nur deinen Körper – du trainiertst auch uns alle in Sachen Stärke, Durchhaltevermögen und- HUMOR!
Ich erinnere mich so gerne an unser Kennenlernen im Forum bzw. im „Pannenseminar“ (das muss um 1995 gewesen sein!) Solche Momente bleiben für immer in Erinnerung- weil sie echt sind. So wie du.

Deine Liebe zu Zebras, deine Sammlung, dein Markentier- es passt einfach perfekt. Denn wie Zebras bist auch du etwas ganz Besonderes: eigenwillig, auffällig, stark in der Herde – und immer ein bißchen anders, im allerbesten Sinne.
Dein Lebensmotto „Lieber quergestreift als kleinkariert!“ ist nicht nur originell -es beschreibt dich auf den Punkt.
Du zeigst uns allen, daß es keine Schablonen braucht, um ein erfülltes Leben zu führen. Du bist für viele ein Vorbild- und für mich eine Freundin, auf die ich unglaublich stolz bin.

Ich wünsch dir von Herzen ein Leben voller Freude, Wärme und spannender Begegnungen mit Menschen, die deine Sache unterstützen und mithelfen, deine Anliegen in die richtige Richtung zu steuern!
Mit ganz viel Zuneigung und Respekt,
Deine Freundin Tina

Sabine

BARBARA PFERSICH
… hat mit ihrer Energie seit ich sie kenne – das sind inzwischen runde 30 Jahre – ihre Umgebung gestaltet und sich in Stadtentwicklungsprozessen beteiligt
oder sie sogar angestoßen. Daneben Rede- und konstruktive Streitkultur gepflegt und aktiv an der Meinungsbildung mitgewirkt.
Dass dies ein jähes Ende haben kann, musste sie durch einen Schlaganfall erfahren, der teilweise eine halbseitige Lähmung hinterlassen hat, linker Arm und linke Hand
können nicht mehr, was sie braucht.
Es ist jetzt schon viele Jahre so, dass ein Mensch, der kulturell sehr engagiert im Leben stand und viel bewegt hat, in sehr vielem nicht mehr selbstbestimmt ist.
Sie kann nicht wirklich essen, wann sie möchte, sie wohnt in Räumlichkeiten, die weit von dem entfernt sind, wofür sie steht und gekämpft hat, z.B. für die Kleinsten unserer Gesellschaft,
als sie noch das Kinderhaus Violetta leitete.
Man muss sich auch klar machen, dass Barbara, wenn sie keine Hilfe für eine E-Mail hat, diese nicht oder nur schwer schreiben kann, da sie seit ihrem
Schlaganfall nur einen Arm und eine Hand zur Verfügung hat.
Und sie kommt nur schwer zu ihr wichtigen Veranstaltungen, da diese oft auch abends sind. In Seniorenzentren ist aber schon früh Schicht. Und wenn man dann
noch Hilfe benötigt, um sich fürs Bett zu richten, wird es schwierig. So wünscht sie sich Wohngemeinschaften, in denen man füreinander da sein kann und sich die betreuende Kraft teilen kann.
In ihrer Schrift „Neue Räume braucht das Land“ findet man die dafür nötigen Ideen und sie schafft es immer wieder, Öffentlichkeit herzustellen und Verbündete zu suchen,
wie zuletzt in zwei Zeitungsartikeln. Wenn man jedoch mehr im Abseits der Gesellschaft steht, mahlen die Mühlen langsam. In einem Interview in einem meiner Filme sagt sie, sie fühle sich:
„Vom Leben vergessen.“
Ich hoffe, Barbaras Ideen zu Räumen & Selbstbestimmung, die sie als gestandene Reggio-Pädagogin überzeugend vorbringt,
finden zügige, engagierte und für unsere Gesellschaft wichtige Umsetzungsmöglichkeiten.
Sabine

Elisabeth

Liebe Barbara,
du bist eine ganz besondere Frau, die nicht nur mit ihrem Verstand und Herzen arbeitet, sondern mit einer unerschütterlichen Leidenschaft für das Leben. Trotz eines schweren Schicksalsschlags hast du nie aufgegeben. Der Schlaganfall hat dich gezeichnet – aber nicht gebrochen.
Du bist eine Kämpferin.
Eine, die nicht fragt, ob es geht, sondern wie es geht. Mit Mut, Entschlossenheit und einer bewundernswerten inneren Stärke sucht du nach Lösungen,an das Mögliche, an Entwicklung und Potenzial.
In der Reggiopädagogik hat du nicht nur ein Konzept gefunden, sondern eine Berufung. Du brennst dafür – für das Kind als kompetentes Wesen, für eine Bildung voller Beziehungen, Kreativität und Respekt.
Dein Durchhalte…
Liebe Barbara,
Eine lebendige, lebenslustige Barbara lernte ich vor mehr als 50 Jahren kennen.
10 Jahre arbeiteten wir zusammen. Unser Kontakt brach nie ab. Du hattest dich entschlossen, deine päd. Fundamente neu zu justieren und sie um- und durchzusetzen.
Das hat dich Kraft gekostet, dir aber auch Energie zurückgegeben.
Du feiertest deinen 60. Geburtstag mit glücklichem Lachen und der Freude auf leichtere Zeiten. Nach Jahrzehnten der Verantwortung und Herausforderung hast du dich sehr auf ruhigere Zeiten gefreut.
Dann der Schlaganfall. Schlag und Fall in vielerlei Hinsicht.
Und was dann?? Nix war wie vorher. Körper, Geist, Geselligkeit, Tanz, Kultur und…jäh nicht mehr so greifbar wie erhofft.
Ich bewundere, dass und wie du deine neue Lebenssituation an… So, das ist mein Beitrag für dein Vorhaben.
Ich kenne dich nun auch schon seit 45 Jahren und ich kann nichts weiteres hinzufügen.
Du bist mir ein Vorbild geworden.
Dein Kampfgeist und deine Sturheit mit der zu viel erreicht hast kann ich nur bewundern.
Weiter viel Erfolg
Elisabeth

Ursula

Liebe Barbara, am meisten beeindruckt mich, dass Du laufen übst und übst und Du dabei auch erfolgreich bist, dass Du Dir ein großes Netzwerk aufgebaut hast, dass Du Deinen Humor nicht verloren hast, dass Du weiterhin interessiert bist an Kunst, Kultur und Theater, dass Du Deine Enkelinnen liebst, dass, wenn Du was Bestimmtes vorhast, Dich so lange durchbeißt, bis Du es erreicht hast, dass wenn es nötig ist, Du den Mut hast, um Hilfe zu bitten.
Liebe Grüße! Ursula